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Eisen - Das unverzichtbare Spurenelement

Von fembites on November, 2 2022

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Eisen ist ein essenzielles Spurenelement, welches vom Körper nicht selbst hergestellt wird und daher mit der Nahrung aufgenommen werden muss. Eisen kommt dabei in der Nahrung in zwei Formen vor: als Häm-Eisen in tierischen Lebensmitteln und als Nicht-Häm-Eisen in pflanzlichen Produkten/Pflanzen. Dabei ist Häm-Eisen besser bioverfügbar als Nicht-Häm-Eisen.

Eisen spielt eine zentrale Rolle in verschiedenen Stoffwechselprozessen und hat zahlreiche Aufgaben im menschlichen Körper [10, 4]:

  • Entwicklung der Erythrozyten (rote Blutkörperchen)
  • Synthese eisenabhängiger Enzyme 
  • Reguliert den Energiehaushalt
  • Wichtig für die Zellteilung und Zellatmung
  • Essenziell bei der Bildung von Schilddrüsenhormonen
  • zentrale Bedeutung für den Aufbau und Abbau verschiedener Hormone

 

Eisen und die weibliche* Gesundheit

85 % aller Menstruierenden leiden unter Beeinträchtigungen ihres Alltagslebens durch das prämenstruelle Syndrom (PMS). Die Betroffenen klagen über körperliche und psychische Symptome wie: Völlegefühl, Spannungen und Schwellungen der Brust, Gelenkschwellungen, Libidoverlust, Müdigkeit, Nervosität, seelische Verstimmung bis hin zu Depressionen. Die Krankheitszeichen treten im Menstruationszyklus meist kurz vor Beginn der Menstruation auf, können aber auch während dieser anhalten [8].

Auch für das Hormonsystem ist Eisen ein wichtiger Bestandteil. Beispielsweise ist das eisenhaltige Enzym Thyreoperoxidase essenziell für die Bildung der Schilddrüsenhormone. Dieses Enzym unterstützt den ersten Schritt der Synthese der Schilddrüsenhormone aus Tyrosin. Wenn Eisen fehlt, kann es nicht mehr gebildet werden. Die Folge ist schlimmstenfalls eine Schilddrüsenunterfunktion (Hypothyreose)[4].

 

Symptome bei einer Schilddrüsenunterfunktion [6]:

  • Libidoverlust
  • Zyklusstörungen
  • Starke Menstruation
  • Müdigkeit
  • Haarausfall
  • Gewichtszunahme

Bei der Behandlung von Schilddrüsenerkrankungen sollte also nicht nur Jod oder Selen beachtet werden, sondern immer auch Eisen.

In einer Studie von Chocano-Bedoya et al. (2013) wurde ein geringeres PMS-Risiko beobachtet, welches speziell mit der Aufnahme von Nicht-Häm-Eisen zusammenhängt. Die Aufnahmemenge, bei der ein Zusammenhang beobachtet wurde (>20 mg/Tag), liegt über der derzeit empfohlenen Zufuhrmenge für Frauen im Alter von 20-40 Jahren (10-15 mg/Tag) [2].

 

Auch Serotonin und Melatonin können ohne Eisen nicht gebildet werden [9]. 

Serotonin wird aus Tryptophan mit Hilfe von Eisen hergestellt. Ein zu niedriger  Serotoninspiegel ist bekannt als möglicher auslösender Faktor für Panikattacken und Hyperventilationsanfälle. In einer Studie von japanischen Wissenschaftlern* wurde  im Jahr 2013 nachgewiesen, dass niedrige Konzentrationen von Eisen und Vitamin B6 an der Entstehung von Panikattacken beteiligt waren [7].

 

All diese Studien zeigen also eine mögliche positive Wirkung auf manche PMS Symptome.



Symptome Eisenmangel sowie Eisenüberschuss

Der Eisenmangel ist weltweit die häufigste Form einer Mikronährstoffunterversorgung – zwei bis vier Milliarden Menschen sind davon betroffen. Global sind 50 % der Anämien auf einen Eisenmangel zurückzuführen.

Der Eisenmangel kann 3 Phasen durchlaufen, der negativen Eisen-Balance, dem Eisenmangel oder Eisenmangelsyndrom sowie der Eisenmangelanämie [5].

Folgende Symptome können auf einen Eisenmangel hindeuten:

  • Erschöpfung
  • Müdigkeit
  • Leistungsmangel
  • Gedächtnis- und Konzentrationsstörungen
  • Depressive Stimmungsschwankungen, psychische Labilität, Schlafstörungen
  • Kopfschmerzen, Nackenverspannung
  • Haarausfall, Bindegewebsschwäche, Faltenbildung, brüchige Nägel, 
  • Hoher oder niedriger Blutdruck, Atemnot bei Belastung
  • Kälteempfindlichkeit
  • Infektanfälligkeit
  • Restless-legs-Syndrom

 

Aufgrund der Tatsache, dass es für Eisen keine regulierten Ausscheidungsmechanismen gibt, kann es zu einer Überversorgung von Eisen kommen. Dieser Umstand kann auch durch Nahrungsergänzungsmittel verursacht werden. Es gibt keine tolerierbare obere Aufnahmemenge (UL) für Eisen, aber die derzeit verfügbaren Daten zeigen, dass eine kurzfristige orale Supplementierung von 50-60 mg Eisen neben der Nahrungsaufnahme bereits Effekte wie Übelkeit und Verstopfung verursachen kann. Daher sollten die empfohlenen Verzehrsempfehlungen bestenfalls eingehalten werden [4].

 

Erhöhter Bedarf an Eisen

Erhöhter Eisen-Verlust

Gestörte Aufnahme und Verwertung von Eisen

  • Kinder
  • Schwangere
  • Sportler*innen
  • Lang andauernder Stress
  • Frauen* vor der Menopause
  • Gastrointestinale Blutungen
  • Chronisch-entzündliche Darmerkrankungen
  • Polypen oder Tumore
  • Geschwüre, meist medikamentös verursacht
  • Chemotherapie oder Bestrahlung
  • Herzschwäche
  • Herzrhythmusstörungen
  • Rheuma
  • Chronisch-entzündliche Darmerkrankungen

Abbildung 1: Eisenbedarf, Eisenverlust, Aufnahme von Eisen [4]

 

Täglicher Bedarf und Bioverfügbarkeit

Die deutsche Gesellschaft für Ernährung hat folgende Tabelle mit den jeweiligen empfohlenen Zufuhrmengen veröffentlicht. Die durchschnittliche Menge, die eine  menstruierende Frau*, die nicht schwanger ist oder nicht stillt, beträgt demnach 10 - 15 mg/Tag [3].

Die Bioverfügbarkeit von Eisen kann durch Vitamin C, Vitamin A, Fructose, organische Säuren wie Zitronensäure und andere Faktoren positiv beeinflusst werden [10]. 

 

In folgenden Lebensmitteln ist Eisen in besonders hoher Konzentration enthalten:

Tierische Lebensmittel Pflanzliche Lebensmittel
  • Schweineleber – 19,5 mg / 100 g
  • Kalbsleber – 9 mg / 100 g
  • Rinderleber – 7,8 mg / 100 g
  • Leberwurst – 7,3 mg / 100 g
  • Rindfleisch – 3,3 mg / 100 g
  • Schweinefleisch – 2,6 mg / 100 g
  • Salami – 1,6 mg / 100 g
  • Sesam – 10 mg / 100 g
  • Pistazien – 7,3 mg / 100 g
  • Cashewkerne – 6,3 mg / 100 g
  • Pfifferlinge – 5,8 mg / 100g
  • Haferflocken – 4,5 mg / 100 g
  • getrocknete Aprikosen – 4,4 mg / 100 g
  • Spinat – 3 mg / 100 g
Tabelle 1: Lebensmittel mit besonders hohem Eisengehalt [1]

 

Welche Risikogruppen gibt es [4]?
  • Frauen* im gebärfähigen Alter (Blutverluste während der Menstruationsblutungen)
  • Vegetarier*innen → Eisen aus pflanzlichen Lebensmitteln schlechter aufnehmbar 
  • Sportler*innen: der Eisenbedarf ist erhöht, da der Energie- und Sauerstoffumsatz erhöht ist
  • Schwangere und Stillende 

 

Was sagt die "EFSA"?

Die “Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit” (EFSA) hat die durch wissenschaftliche Studien abgesicherten Funktionen von Eisen bewertet und verschiedene gesundheitsbezogene Angaben (Health Claims) für das Spurenelement zugelassen:

  • Eisen hat eine Funktion bei der Zellteilung
  • Eisen trägt zur Verringerung von Müdigkeit und Ermüdung bei
  • Eisen trägt zu einer normalen Funktion des Immunsystems bei
  • Eisen trägt zu einem normalen Energiestoffwechsel bei

Wir haben Eisen in unsere femgums mit 2,1 mg integriert, also 15 % des täglichen Bedarfs einer Frau* im gebärfähigen Alter.

Bei unseren Zutaten ist es uns besonders wichtig, auf die Zusammensetzung zu achten und Vitamine und Minerale zu verwenden, welche auch bei der Behandlung von Periodenbeschwerden verwendet werden. - Jana & Angelica von fembites

 

 

 

Quellen:

[1] AOK. (2022). Das sind die besten Lebensmittel bei Eisenmangel. Von https://www.aok.de/pk/magazin/ernaehrung/lebensmittel/ernaehrung-bei-eisenmangel/ abgerufen

[2] Chocano-Bedoya PO, M. J., Johnson SR, Chasan-Taber L, Ronnenberg AG,, & Bigelow C, Bertone-Johnson ER. (15. Mai 2013). Intake of selected minerals and risk of premenstrual syndrome. Am J Epidemiol, S. 1118-27. doi:doi: 10.1093/aje/kws363

[3] Deutsche Gesellschaft für Ernährung e.V. (2000). www.dge.de. Abgerufen am 31. 10 2022 von https://www.dge.de/wissenschaft/referenzwerte/eisen/

[4] Eisenzentrum-spessart. (2020). Eisen und Hormonstoffwechsel. Von https://www.eisenzentrum-spessart.de/gemischtes/eisen-und-hormonstoffwechsel.html abgerufen

[5] Hahn A, Ströhle A, Wolters M. (2006). Ernährung. Physiologische Grundlagen, Prävention, Therapie. Wissenschaftliche. Stuttgart: Verlagsgesellschaft mbH Stuttgart.

[6] Helios Klinik. (14. 01 2021). Helios. Von https://www.helios-gesundheit.de/magazin/news/news/schilddruesenunterfunktion-symptome-frauen/ abgerufen

[7] Mikawa Y, Mizobuchi S et al. (2013). Low serum concentrations of vitamin B6 and iron are related to panic attack and hyperventilation attack. Acta Med Okayama, S. 99-104.

[8] Rayan KJ., Berkowitz R., Barbieri RL., Dunaif A. (2016). Kistner's gynecology and women's health. Ghazijahani B, S. 610-615.

[9] Schröder H. (1994). Störungen des Eisenstoffwechsels und Eisenpräparate zur Substitution. Pharmazeutische Zeitung, S. 9-13.

[10} Vitalstoff-Lexikon. (2022). www.vitalstoff-Lexikon.de. Abgerufen am 31. Oktober 2022 von http://www.vitalstoff-lexikon.de/Spurenelemente/Eisen/