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Lebensmittel wie Zucker können Menstruationskrämpfe verschlimmern

Von fembites on Oktober, 20 2022

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Wovon wir eigentlich jede Woche mindestens 1x reden, wurde jetzt in einem neuen Forschungsprojekt nochmal bestätigt: Ja, Lebensmittel wie Fleisch, Zucker und Kaffee können Menstruationskrämpfe verschlimmern, so die Forschung. Hier eine Zusammenfassung:

Eine neue Auswertung von Studien an Mädchen im Teenageralter legt nahe, dass eine entzündungshemmende Ernährung Menstruationsbeschwerden lindern kann.
Fleisch, Öl, Zucker, Salz und Kaffee verschlimmerten die Menstruationskrämpfe, während Lebensmittel mit Omega-3-Fettsäuren entzündungshemmend wirken und die Krämpfe lindern können.Diejenigen, die einen ganzheitlichen Ansatz für ihre Menstruationsgesundheit suchen, sollten bestimmte Ernährungsumstellungen ausprobieren.

In der Zeit vor der Periode treten bei vielen Menschen prämenstruelle Symptome auf, die ihr tägliches Leben beeinträchtigen können, wie Stimmungsschwankungen, Kopfschmerzen, Blähungen und Krämpfe. Wenn dann die Periode einsetzt, verschlimmern sich bei einem Großteil der Betroffenen die Menstruationsbeschwerden.

Menstruationskrämpfe beginnen in der Gebärmutter, werden aber oft von Symptomen an anderen Stellen des Körpers begleitet, z. B:

- Schmerzen im unteren Rücken und in den Oberschenkeln
- Übelkeit und Erbrechen
- Schwitzen
- Ohnmacht und Schwindelgefühl
- Durchfall 
- Verstopfung
- Blähungen
- Kopfschmerzen


Schmerzmittel, Wärme und die Antibabypille können bei manchen Menschen Linderung verschaffen, sind aber nicht für jeden geeignet oder wirksam. Eine Änderung des Lebensstils durch regelmäßige Bewegung, Stressvermeidung und der Verzicht auf das Rauchen kann ebenfalls helfen, Menstruationsbeschwerden zu bekämpfen.

Eine neue Forschungsstudie, die diese Woche auf der Konferenz der North American Menopause Society (NAMS) vorgestellt wurde, hat nun bestätigt, dass Ernährungsumstellungen einen erheblichen Einfluss auf die Schwere von Menstruationsbeschwerden haben können.

"Diese Meta-Analyse von Jugendlichen mit Dysmenorrhoe ergab, dass die Einhaltung einer entzündungshemmenden Ernährung mit einer geringeren Dysmenorrhoe verbunden war. Wenn man junge Menschen dazu ermutigt, schon in jungen Jahren einen gesunden Lebensstil zu pflegen, trägt dies dazu bei, eine optimale Gesundheit in der Lebensmitte und darüber hinaus zu erhalten, und kann dazu beitragen, den Alterungsprozess zu verlangsamen." sagte Dr. Monica Christmas, Vorstandsmitglied der NAMS und Direktorin des Zentrums für integrierte Frauengesundheit an der Universität von Chicago.

Die Forschungsstudie umfasste mehrere Studien, die den Zusammenhang zwischen Ernährung und Menstruationsschmerzen untersuchten.

Die Forscher konzentrierten sich bei ihrer Analyse auf heranwachsende Mädchen und Teenager, da Menstruationsbeschwerden in dieser Gruppe häufig vorkommen und für viele Fehltage in der Schule verantwortlich sind.

Aber nicht nur Mädchen im Teenageralter leiden unter Menstruationskrämpfen - sie können jede Menstruierende betreffen. Daher könnten die Ergebnisse der Untersuchung Ideen für ganzheitliche Methoden zur Eindämmung von Menstruationsbeschwerden liefern.

 

Wie entstehen Menstruationskrämpfe?

Menstruationskrämpfe entstehen, wenn sich die Gebärmutter durch Prostaglandine (sogenannte Schmerzhormone) zusammenzieht, um die Gebärmutterschleimhaut abzustoßen. Manche Menschen bemerken diesen Vorgang kaum, für andere kann er jedoch sehr unangenehm sein.

Prostaglandine verursachen auch Entzündungen, und diese Entzündungen können zu stärkeren Menstruationsbeschwerden führen.

Es ist seit langem bekannt, dass einige Lebensmittel Entzündungen auslösen und andere sie lindern. Neueste Forschungen haben gezeigt, dass Lebensmittel, die Entzündungen lindern, auch Menstruationsbeschwerden lindern können.

 

Zu vermeidende Lebensmittel

Bei der Untersuchung wurde eine Reihe von Lebensmitteln ermittelt, die die Menstruationsschmerzen verschlimmern. Dazu gehören Fleisch, Öl, Zucker und Salze. Darüber hinaus wurde festgestellt, dass Kaffee die Krämpfe verstärkt.

"Raffinierter Zucker, gewöhnliche Speiseöle, Transfette, Milchprodukte, verarbeitetes und rotes Fleisch, raffiniertes Getreide und Alkohol gelten als stark entzündliche Lebensmittel. Es wird vermutet, dass diese 'entzündlichen Lebensmittel' eine erhöhte Freisetzung von Prostaglandinen verursachen. Eine erhöhte Prostaglandinausschüttung wird mit Dysmenorrhoe in Verbindung gebracht, da es zu einer verstärkten Vasokonstriktion der Blutgefäße kommt, die die Gebärmuttermuskulatur versorgen, was aufgrund der verminderten Durchblutung der Gebärmutter zu Gebärmutterkrämpfen führt. Es wird vermutet, dass die Einhaltung einer entzündungshemmenden Diät den Anstieg der Prostaglandine abschwächt"- Dr. Monica Christmas

 

Welche Lebensmittel helfen?

In dem Forschungsbericht wird festgestellt, dass Omega-6-Fettsäuren die Entzündung verstärken, während Omega-3-Fettsäuren die Entzündung verringern. "Omega-6-Fettsäuren sind [...] entzündungsfördernd, und sie lösen die schmerzhafte Menstruationskaskade aus", so Sannoh.

"Sie sind in Lebensmitteln wie rotem Fleisch und verarbeiteten Lebensmitteln wie Fritten enthalten. Außerdem sind Zucker, Kaffee und Salz ebenfalls entzündungsfördernd. Omega-3-Fettsäuren hingegen wirken entzündungshemmend [...] Sie sind in Lebensmitteln wie Lachs, Sardinen, Leinsamen und Nüssen enthalten."

Die Ergebnisse der Untersuchung legen daher nahe, dass eine Einschränkung des Verzehrs von Fleisch und verarbeiteten Lebensmitteln bei gleichzeitiger Erhöhung des Anteils von fettem Fisch, Samen und Nüssen in der Ernährung die monatlichen Schmerzen lindern kann.

Frisches Obst und Gemüse sind ein wichtiger Bestandteil einer entzündungshemmenden Ernährung. Die Untersuchung ergab, dass Menschen, die sich vegan oder pflanzlich ernähren, geringere Entzündungswerte aufweisen und seltener unter Menstruationsschmerzen leiden.

 

Klarer Zusammenhang

Wie bei allen gesundheitlichen Problemen ist es ratsam, mit einer Expert*In zu sprechen, um zugrundeliegende Ursachen für Menstruationsbeschwerden, wie z. B. Endometriose, auszuschließen, bevor man eine Ernährungsumstellung versucht.

Die Studie kam jedoch zu dem Schluss, dass es einen Zusammenhang zwischen der Ernährung und der Schwere der Menstruationsbeschwerden gibt und dass eine Ernährungsumstellung die Schmerzen wirksam lindern kann.

Aber kann man trotzdem essen, was man will, und gelegentlich eine Tasse Kaffee trinken, ohne die Krämpfe zu verschlimmern?

"Selbst wenn man keine strikte entzündungshemmende Diät einhält, sollte eine Verringerung der Aufnahme von entzündungsfördernden Lebensmitteln dazu beitragen, die Entzündung zu verringern, die Menstruationsschmerzen verursacht", so Sannoh.

 

Wir haben euch eine Übersicht zu den jeweiligen Zyklusphasen und darüber, welche Lebensmittel besonders gut sein können wie folgt zusammengefasst: 

Menstruation

Follikelphase

Ovulation

Lutealphase

 

Bei Fragen, kontaktiert uns gerne jederzeit via hello@fembites.com

 

 

Quelle: 

https://www.menopause.org/annual-meetings/2022-meeting

https://www.uchicagomedicine.org/find-a-physician/physician/monica-christmas