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Selen - Stressfänger, Immunbooster und Schilddrüsenliebling

Von fembites on November, 13 2022

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Selen ist ein lebenswichtiges Spurenelement, welches nicht selbstständig vom Körper hergestellt werden kann und daher täglich in geringen Mengen durch die Ernährung zugeführt werden muss. Selen wird im Dünndarm über die Darmzotten ins Blut aufgenommen und überwiegend in der Skelettmuskulatur gespeichert. Im menschlichen Körper hat Selen viele sehr wichtige Funktionen: Es ist Bestandteil von vielen Enzymen und somit an sehr vielen Abläufen im Körper beteiligt [1, 9]. 

 

Zusammengefasst erfüllt Selen im Körper folgende Aufgaben [2, 9]:

  • Schutz vor oxidativem Stress.
  • Selen spielt bei der DNA-Synthese, der Zellteilung sowie dem Zellwachstum eine Rolle.
  • Selen ist am Schilddrüsenstoffwechsel beteiligt und gilt als Booster für die Abwehrkräfte.
  • Schutz vor Infekten sowie Hilfe bei der Entgiftung von Schwermetallen.
  • Selen wird eine Schutzwirkung für die Leber zugeschrieben.
  • trägt zur Normalisierung des weiblichen Zyklus und zur Verbesserung von PMS/PCOS bei [6, 7, 10].

 

Was ist PMS/PCOS?

85 % aller Menstruierenden leiden unter Beeinträchtigungen ihres Alltagslebens durch das prämenstruelle Syndrom (PMS). Die Betroffenen klagen über körperliche und psychische Symptome wie: Völlegefühl, Spannungen und Schwellungen der Brust, Gelenkschwellungen, Kopfschmerzen, Hitzewallungen, Nervosität, seelische Verstimmung bis hin zu Depressionen. Die Krankheitszeichen treten im Menstruationszyklus meist kurz vor Beginn der Menstruation auf, können aber auch während dieser anhalten [11].

Das polyzystische Ovarialsyndrom (PCOS) ist ein hormonelles Problem, welches bei Frauen* im fruchtbaren Alter auftreten kann. Typisch für PCOS ist ein fehlender Eisprung, zu lange Zyklen/Monatsblutungen und kleine Zysten in der Gebärmutter. Die Symptome können unabhängig voneinander auftreten [5].

 

PMS/PCOS und Selen

In einer Studie von Montanini O. et al. (2020) konnte beobachtet werden, dass unter anderem die Einnahme von Selen bei PCOS Patientinnen* zu einem regelmäßigen Eisprung und Menstruationszyklus führte [6].

Eine Selensupplementierung könnte sich laut einer anderen Studie bei Frauen mit polyzystischem Ovarsyndrom (PCOS) positiv auf die Fortpflanzungsfähigkeit, auf Entzündungswerte im Blut und auf oxidativen Stress auswirken [7].

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Das Spurenelement Selen ist als Bestandteil der Glutathionperoxidase essenziell bei der Bekämpfung von schädlichen Sauerstoffradikalen. Glutathion reduziert oxidativen Stress sehr effektiv [1]. 

Glutathion haben wir aufgrund seiner Wirkung gegen oxidativen Stress und damit positiven Wirkung auf das Post-Pill-Syndrom einen eigenen Blogpost gewidmet.

 

Hormone und Selen

Eine weitere wichtige Aufgabe erfüllt Selen im Schilddrüsenstoffwechsel: Hier fungiert es als Cofaktor bestimmter Enzyme. Dabei entsteht das Schilddrüsenhormon Triiodthyronin (T3), welches wichtig für den Energiestoffwechsel ist. Wenn Selen fehlt, kann T3 nicht mehr gebildet werden. Die Folge ist eine Schilddrüsenunterfunktion (Hypothyreose) [8, 3].

Symptome bei einer Schilddrüsenunterfunktion [4]:

  • Libidoverlust
  • Zyklusstörungen
  • Starke Menstruation
  • Müdigkeit
  • Haarausfall
  • Gewichtszunahme

 

Symptome eines Selenmangels

Zu wenig Selen kann den Körper in vielen Funktionen beeinträchtigen. Nicht nur ist die Schilddrüse kann in der Funktion beeinträchtigt werden, sondern auch eine Immunschwäche kann auftreten.

Selenmangel kann sich durch folgende weitere Symptome zeigen [9]:

  • Fingernägel mit weißen Flecken
  • dünne, schuppige, blasse Haut
  • Störung der Leber
  • Haarausfall
  • Muskelschwäche und Gelenkbeschwerden
  • Bluthochdruck und andere Herzprobleme
  • Müdigkeit und Atembeschwerden 
  • Wachstumsverzögerung
  • Krankheitsanfälligkeit
  • Unfruchtbarkeit bei Männern

Besonders aufmerksam sollten Menschen sein, die Probleme bei der Nährstoffaufnahme haben. Darunter fallen Menschen mit Colitis ulcerosa, Morbus Crohn, Zöliakie (unbehandelt), Mukoviszidose, Nierenerkrankungen und Menschen mit Selenstoffwechselstörungen.

 

Täglicher Bedarf und Bioverfügbarkeit [2, 8, 9]

Wie gut reines Selen in Form von Präparaten vom menschlichen Organismus aufgenommen wird, hängt dabei von seiner Bindungsform ab. Die Bindungsform Natriumselenit steht dem Körper sofort zur Verfügung, weist eine sehr hohe Bioverfügbarkeit auf und wird daher von uns in unseren Produkten verwendet. 

Oft stößt man bei der Recherche über Selen auf den Umstand, dass Vitamin C die Aufnahme von insbesondere Natriumselenit hemmen soll. Bei der Einnahme hoher Mengen Vitamin C (ab 1 g) ist das richtig und wurde auch nachgewiesen. Bei einer Einnahme von Vitamin C bis 200 mg in Kombination mit Natriumselenit ist es jedoch förderlich für die Resorption des Körpers und hemmt die Wirkung nicht [11, 12, 13, 14].

Der Selengehalt in den Böden Europas ist im Vergleich zu anderen Gegenden der Welt eher arm an Selen. Das bedeutet leider auch, dass unsere regional angebauten Lebensmittel auch arm an Selen sind, da sie es nicht aus der Erde beziehen können. Tierische Produkte hingegen sind aufgrund der Anreicherung des Tierfutters mit Selen eine gute Selenquelle. 

Vegetarier*innen und Veganer*innen sollten dementsprechend darauf achten, ausreichend Selen zu sich zu nehmen, gegebenenfalls auch durch Supplementierung.

Folgende Lebensmittel können je nach Anbaugebiet reich an Selen sein:

  • Getreide*
  • Paranüsse**
  • Kohl*
  • Zwiebelgemüse*
  • Pilze*
  • Spagel*
  • Hülsenfrüchte*

*Der Selengehalt variiert je nach Anbaugebiet stark. So ist Getreide beispielsweise in den USA eine gute Selenquelle, in Europa jedoch eher weniger

**Paranüsse reichern auch radioaktives Radium an, weshalb sie nur in geringen Mengen verzehrt werden sollten

In folgender Grafik sind Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (Angaben in µg/Tag) wiedergegeben [2] :

 

Abbildung 1: Täglicher Bedarf an Selen [9, 2]

Ohne Risiko für schädliche Nebenwirkungen ist laut Europäischer Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) für Erwachsene eine Zufuhrmenge von 300 µg Selen pro Tag tolerierbar [2].

 

Unser fempow CLEANSE und Selen

Ihr kennt es schon von unseren anderen Blogposts:
Wir von fembites entwickeln unsere Produkte strikt nach wissenschaftlichen Erkenntnissen. Die “Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit” (EFSA) hat die durch wissenschaftliche Studien abgesicherten Funktionen von Selen bewertet und verschiedene gesundheitsbezogene Angaben (Health Claims) für das Spurenelement zugelassen:

  • Selen trägt zur Erhaltung normaler Haare und Nägel bei

  • Selen trägt dazu bei, die Zellen vor oxidativem Stress zu schützen

  • Selen trägt zu einer normalen Schilddrüsenfunktion bei

Auch eine Überdosierung von Selen ist möglich, daher enthält unser fempow CLEANSE nur 82 % der von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (e.V.) empfohlenen Tagesdosis für Frauen*: 60 Mikrogramm. Aufgrund dessen ist eine Überdosierung durch fempow CLEANSE ausgeschlossen. 

 

 

 

Quellen:

[1] Burgerstein, U., Schurgast, H., Zimmermann, M. (2012). Handbuch Nährstoffe - Vorbeugen und heilen durch ausgewogene Ernährung. (12. Auflage). (T. Verlag, Hrsg.)

[2] Deutsche Gesellschaft für Ernährung e.V. (2022). Ausgewählte Fragen und Antworten zu Selen. Von https://www.dge.de/wissenschaft/faqs/selen/ abgerufen

[3] H. K. Biesalski, J. Köhrle, and K. Schümann. (2002). Vitamine, Spurenelemente und Mineralstoffe.

[4] Helios Klinik. (14. 01 2021). Helios. Von https://www.helios-gesundheit.de/magazin/news/news/schilddruesenunterfunktion-symptome-frauen/ abgerufen

[5] Mayo Clinic. (08. 09 2022). Polycystic ovary syndrome (PCOS). Von https://www.mayoclinic.org/diseases-conditions/pcos/symptoms-causes/syc-20353439 abgerufen

[6] MONTANINO OLIVA et al. (2020). Efficacy of the synergic action of myoinositol,. European Review for Medical and Pharmacological Sciences, S. 8687-8694. Von https://www.researchgate.net/profile/Mario-Montanino-Oliva/publication/336824337_Efficacy_of_the_synergic_action_of_myoinositol_tyrosine_selenium_and_chromium_in_women_with_PCOS/links/5e7a571b4585152fc0ec6a9d/Efficacy-of-the-synergic-action-of-myoinositol abgerufen

[7] Razavi M. et al. (2016). Selenium supplementation and the effects on reproductive outcomes, biomarkers of inflammation, and oxidative stress in women with polycystic ovary syndrome. Horm Metab Res, S. 48: 185-190.

[8] U. Gröber. (2018). Mikronährstoffberatung. Stuttgart: Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft Stuttgart.

[9] Wolfs Apotheke. (02.12.2021). Selenmangel behandeln und vorbeugen. Wolfs Apotheke. Von https://www.wolfs-apotheke.de/gesundheitsbibliothek/index/selen/ abgerufen

[10] Zagro D. (2017). Selenium status parameters in patients with polycystic ovary syndrome. JTrace Elem Med Biol, S. 44: 241-246.

[11] Rayan KJ., Berkowitz R., Barbieri RL., Dunaif A. (2016). Kistner's gynecology and women's health. Ghazijahani B, 7th ed(1386), S. 610-615.

[12] Biesalski HK, Köhrle J, Schümann K: Vitamine, Spurenelemente und Mineralstoffe. Georg Thieme Verlag; Stuttgart/New York 2002

[13] Dietl H, Ohlenschläger G: Handbuch der Orthomolekularen Medizin. Karl F. Haug Verlag, Stuttgart 2003

[14] Hahn A, Ströhle A, Wolters M: Ernährung. Physiologische Grundlagen, Prävention, Therapie. Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft mbH Stuttgart (2006)

[15] Schmidt E, Schmidt N: Leitfaden Mikronährstoffe. Orthomolekulare Prävention und Therapie. 1. Auflage. Urban & Fischer Verlag, München 2004